Beratung zur artgerechten Aufzucht & Auswilderung von marderartigen Wildtieren

Autor: adminkarin (Seite 1 von 21)

… und los gehts !

Die ersten Meldungen und Hilferufe gehen bereits bei uns ein. Erstaunlicherweise sind bereits alle Altersgruppen bei den Findlingen vertreten. Von „wenige Tage alt“ bis „frisst schon feste Nahrung“ ist alles vertreten.

Wie immer hoffen wir auf eine ruhige, milde Saison. Na ja, der fromme Wunsch hat leider noch nie gewirkt.

Deshalb bitten wir euch wieder um Hilfe.

Am einfachsten und schnellsten geht das über unsere amazon- Wunschliste. Dort findet ihr immer genau die Sachen, die wir gerade am dringendsten benötigen..

amazon – Wunschliste

Herzlichen Dank Euer Marderhilfsnetz – Team

Wir ziehen um !

Achtung ! Wir ziehen um. Ab 2022 finden sie unsere Homepage unter:

www.marderhilfe-bayern.de

Die „alte“ Homepage wird komplett überarbeitet und erneuert.

Das Marderhilfsnetz geht in Rente.

Nach 18 Jahren Marderhilfe übergebe ich alle wertvollen Erfahrungen und mein gesamtes Wissen an meine Kollegin Steffi Rieder.

Ein wenig im Hintergrund werde ich sicher noch aktiv sein. Und den ein oder anderen Notfallmarder werde ich sicher nicht im Stich lassen.

Alles Liebe Eure Karin

Kleine Übersicht von Fällen

Unsere Marderhelfer haben alle Hände voll zu tun. Fast alle Stationen in ganz Deutschland sind voll … und es nimmt kein Ende. Zum einen sind es die Marderbabys aber auch viele andere Marder-Notfälle und Marder-Unfalltiere.

Die Hotline glüht. An der Stelle mal ein besonderes Dankeschön an alle privaten Helfer, die rund um die Uhr die Zwerge versorgen.

Hier ein kleiner Ausschnitt der aktuellen Notfellchen:

Räude – Prinzessin „Piroska“

Gestern wurde uns ein Marderchen gemeldet, welches schwach und hungrig mit extrem schlechtem Fell an einem Wohnhaus das Igelfutter gefressen hat. Die liebe Finderin hat es geschafft das Marderchen einzufangen. Eine Übergabe fand auf halbem Weg statt und die zierliche Fähe (jung, abgemagert) kam in unsere Obhut. Die Fotos sprechen für sich ! Starke Räude (Sarkoptes-Milben). Sieht schlimm aus … ist eine langwierige Behandlung … aber nicht aussichtslos. Das zarte Wesen lässt sich die Badetortur gefallen und spielt gut mit. Zunächst, wird nur gebadet, die Krusten gelöst, der Allgemeinzustand verbessert und gutes Futter angeboten. Erst wenn sie Stabil ist, ist an ein Spot-On gegen Milben zu denken. Wir sind wie immer Zuversichtlich !!!

Saison beginnt – Wir brauchen Hilfe !

Eine neue Mardersaison beginnt. Auch uns haben die Corona-Maßnahmen stark getroffen. Die wenigen Helfer/Spender sind selbst von Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit finanziell eingeschränkt. Wir selbst finanzieren uns privat und stecken alles (Zeit und Geld) in unsere Marderhilfe.

Deshalb benötigen wir dringend eure Hilfe. Jede „noch so winzige Futterspende“ ist hilfreich. Gemeinsam sind wir Stark !!!!

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Herzlichen Dank Euer Marderhilfsnetz – Team

Viele verletzte Jungmarder

Seit Wochen kommen immer wieder junge Marder zu uns. Oft abgemagert, verletzt und geschwächt landen sie in unseren Stationen. Leider können wir nicht alle retten – schwere Schädelhirntraumas durch Autounfall, gefolgt von Blutungen im Kopf oder Wirbelsäulenverletzungen. Da sind uns meist die Hände gebunden. Aber bei denen, die wir behandeln können sind dann die Chancen gut und wir arbeiten darauf hin sie wieder Gesund in die Natur zu entlassen.

Wir benötigen dringend Medikamente, Darmsanierung und Futter zum Aufbau der geschwächten Marder. Wer uns helfen möchte, kann das über verschiedene Möglichkeiten tun:

amazon Wunschzettel (unkomplizierter Versand von Dingen, die wir gerade benötigen)

Wildtierwaisen Schutz e.V. (Spendenquittung möglich, bitte immer angeben „Für das Marderhilfsnetz“)

Wildtierschutz Deutschland e.V. (bei der Projektauswahl einfach „Das Marderhilfsnetz“ auswählen)

Wir freuen uns über jede, noch so Kleine Zuwendung. Herzlichen Dank <3

Urmel der Unglückswurm

Urmel ist schon ziemlich lange bei mir. Von kleinen bis größeren Verletzungen hatte er bereits alles. Die Box (1qm) in der Pflegestation kennt er auch recht gut. Nun war es vor 2 Wochen endlich soweit und Urmel durfte mit seiner Gruppe in ein Waldgehege umziehen. Dort sollte die Gruppe noch eine Woche bleiben und dann in Soft-Release – Methode ausgewildert werden. Tja … denkste. Letzte Woche rief mich die dortige Pflegestelle an … ein Marder ist verletzt. Das Gesicht sei geschwollen. Einfangen war nicht möglich … musste auf den nächsten Tag verlegt werden. Die Hoffnung dass es wieder gut wäre (Wespenstich) war leider umsonst. Umso mehr erschrak ich, als ich Fotos bekam. Wir setzten uns umgehend ins Auto und holten den Kerl ab.

Daheim sah ich dann an der Latzzeichnung … es war Urmel …. der Unglückswurm … wer auch sonst. Die Bisswunde wurde ihm bei einer Rangelei ums Futter zugefügt. Das kann passieren ! Nachdem ich ihn zuhause versorgt habe, sah ich jedoch, dass es es garnicht sooo schlimm war. Das Auge ist unversehrt, die Wunde begann unwahrscheinlich schnell zu heilen. Das macht mich ein bischen Stolz, zeigt es doch dass meine Handaufzuchten ein tolles Immunsystem haben … also alles richtig gemacht (selbstlob stinkt).

Die Wunde konnte ich täglich gut behandeln, Urmel war gechillt und seine Hängematte in der Stationsbox kannte er ja auch schon. Urmel darf am Wochenende schon wieder zu seiner Gruppe. Die mussten inzwischen leider mit der Auswilderung noch warten. Ein bischen Solidarität darf schon sein.

„Urmel pass aber künftig bitte mehr auf …. ich kann dich künftig nicht immer retten wenn du Aua hast 🙂 „

Update zu Opa !

Update 05.09.2020: Opa geht es inzwischen wieder sehr gut. Auswilderungsfähig ist er leider nicht mehr. Aufgrund seines hohen Alters (Augen nicht mehr die besten, Gelenke, Geschicklichkeit beim Beutefang) wäre eine Auswilderung sein sicherer Tod. Opa sucht deshalb einen ruhigen, streßfreien Dauerplatz für seine verbleibende Rentenzeit. Er ist Anspruchslos, frisst ausschließlich Animonda und gelegentlich ein Ei. Ein Gehege von ca. 10 qm mit ein paar Kuschelhöhlen, Röhren und Ästen zum verstecken reicht ihm völlig. Im Winter eine isolierte Schlafbox oder ein trockenes Häuschen.

Er ist gesund und braucht keine Medikamente oder Pflege. Davon abgesehn ist er ein ruhiger alter Mann der nur seinen Frieden will.

Wer hat dich Möglichkeit Opa aufzunehmen ? Einfach Kontakt mit mir aufnehmen unter karin@marderhilfsnetz.de Selbstverständlich wird eine neues Zuhause von uns kontrolliert !

Mit Mardern planen ? … keine Chance :-(

Langsam aber sicher geht es Richtung Auswilderung. Allerdings lässt sich mit der Bande nicht wirklich gut planen. So passiert es, dass ein paar Tage, vor der Reise in den Wald, noch kleine Verletzungen stattfinden.

„King Lui“ hat sich noch schnell eine Bisswunde beim Spielen eingehandelt. Nicht soooo schlimm, aber es muss gereinigt werden (eitert auch ein bischen) und er kann also morgen nicht mit. Er muss noch 2 Wochen bleiben und kann dann mit der nächsten Gruppe zum Auswilderungsplatz.

Auch Tom ist nicht ganz fit. Der Stoffwechsel spielt verrückt. Die Augen kleben immer wieder zu, die Haut um die Mundwinkel deutet ebenfalls darauf hin, dass etwas nicht stimmt. Ich fürchte er bleibt noch länger und kommt dann zur Nachzüglergruppe.  Andere haben Gastrointestinale Störungen, Darmparasiten (Kozidien, Giardien) die nur schwer in den Griff zu bekommen sind.

Dieses Jahr ist in jeder Hinsicht „Unberechenbar“. Es kommen immer wieder Problemfälle dazu…. hört einfach nicht auf. Eine Gruppe ist ausgewildert. 3 weitere Gruppen warten noch auf die Auswilderung.

Ein privates Leben ist kaum mehr möglich. Wir sind einfach zu wenig Leute, zuwenig Auswilderungsplätze …. Burnout ist vorprogrammiert !

Hakenmarder „Hazel“

Heute möchte ich euch die Geschichte von  Mardermädchen „Hazel“ erzählen. Stellvertretend für die vielen schlimmen Fälle die bei uns abgegeben werden.

Hakenmarder Hazel

Hazel wurde mit einem Expanderhaken im Maul zu unserer Pflegestelle gebracht. Bereits abgemagert und dehydriert war sie bereits am Ende ihrer Kräfte. Der Haken durchbohrte das Oberkiefer, schrammte knapp am Auge vorbei und endete unter der Schädeldecke. Der Haken wurde entfernt.

Kaum zu glauben, dass sie bereits nach der OPeration wieder trinken wollte und konnte. Natürlich dauert der Heilungsprozeß seine Zeit. Bei der Entfernung wurde festgestellt, dass ein zweites Loch in Hakengröße vorhanden war. Auch diese tiefe Wunde mußte versorgt werden.

… nein wir wissen nicht wie das passieren konnte. Wir werden hier NICHT behaupten dass es das Werk von Menschen war, zumal wir als Tierschützer uns das garnicht vorstellen wollen. Was passiert ist weiß nur Hazel selbst. Unsere Aufgabe ist es ihre Wunden zu versorgen. Wir können nur hoffen, dass ihre kleine Seele auch schnell heilt.

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