Beratung zur artgerechten Aufzucht & Auswilderung von marderartigen Wildtieren

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Aktuelle Nachrichten 2011

Auswilderung

Für unsere handaufgezogenen und medizinisch versorgten Steinmarder steht nun die Auswilderung bevor. Die Tiere werden nur in Gruppen ausgewildert und bis zu ihrem Abwandern in ein eigenes Revier an der Auswilderungsvoliere zugefüttert. Für die hochintelligenten Steinmarder ist es essentiell, dass die Auswilderung mit Fachkenntnis betreut wird, da sie sowohl die soziale Interaktion als auch das Fangen und Sammeln von Beute erst erlernen und üben müssen und dazu zwingend auf Artgenossen angewiesen sind – in der Natur lernen die Jungtiere dies auf den gemeinsamen Ausflügen mit Mutter und Geschwistern. So ist es auch unerlässlich, den Jungmardern eine natürliche, artgerechte und abwechslungsreiche Ernährung anzubieten. Eintagsküken und Frostmäuse, aber auch Tauben, anderes Geflügel, mal ein Kaninchen, Knochen zum ‚Abfieseln‘, Innereien, Eier und im Spätsommer ein hoher Anteil an einheimischem, saisonalem (bevorzugt Stein-)Obst bereitet die halbstarken Marder auf ihr Leben in der Freiheit vor. Noch bis spät in den Herbst, manchmal sogar bis in den Winter hinein, kehren die Marder regelmäßig in ihre Auswilderungsvoliere zurück, da sich der eigenständige Jagderfolg erst mit der Zeit durch Üben einstellt.
Viele Jungmarder überleben den ersten Winter leider trotzdem nicht. Hauptsächlich kommen sie auf Straßen ums Leben, daneben sterben auch einige durch Bejagung, da das sogenannte ‚Raubzeug‘ zu Unrecht für den Rückgang der Bodenbrüter verantwortlich gemacht wird. Tatsächlich geht dieser primär auf Kosten der intensiven Landwirtschaft und den Rückgang an geeigneten Lebensräumen.
Unsere Steinmarder bekommen zusätzlich zu ihrer artgerechten Nahrung einen Anteil an denaturiertem Futter. Wer möchte, kann uns durch Futterspenden von hochwertigem und getreidefreiem Trocken- und Nassfutter unterstützen. Sachspenden können gerne an folgende Adresse geschickt werden: Stefanie Rieder, Kronbergstraße 1, 93359 Wildenberg – vielen Dank im Namen der Marder 🙂

Ausserdem suchen wir ein Grundstück zur Auswilderung mit Genehmigung durch den zuständigen Jagdausübungsberechtigten. Ein ruhiger Laubmischwald mit dichtem Unterholz oder ein außerhalb gelegenes, verwildertes Privatgrundstück, wo eine Voliere aufgestellt und ein mehrwöchiges Zufüttern und Versorgen erlaubt ist, würde unseren Marderchen sehr helfen. Bitte gerne bei uns melden, wer ein Grundstück hat und uns unterstützen mag 🙂 Steinmarder haben leider zu Unrecht einen schlechten Ruf und gelten landläufig als autovernichtende Monster. Tatsächlich halten sie sowohl Mäuse, Ratten als auch Tauben in Schach und spielen als Aasesser eine wichtige Rolle im natürlichen Gleichgewicht. Je mehr man über sie weiß, umso faszinierender sind sie auch.

… und los gehts !

Die ersten Meldungen und Hilferufe gehen bereits bei uns ein. Erstaunlicherweise sind bereits alle Altersgruppen bei den Findlingen vertreten. Von „wenige Tage alt“ bis „frisst schon feste Nahrung“ ist alles vertreten.

Wie immer hoffen wir auf eine ruhige, milde Saison. Na ja, der fromme Wunsch hat leider noch nie gewirkt.

Deshalb bitten wir euch wieder um Hilfe.

Am einfachsten und schnellsten geht das über unsere amazon- Wunschliste. Dort findet ihr immer genau die Sachen, die wir gerade am dringendsten benötigen..

amazon – Wunschliste

Herzlichen Dank Euer Marderhilfsnetz – Team

Wir ziehen um !

Achtung ! Wir ziehen um. Ab 2022 finden sie unsere Homepage unter:

www.marderhilfe-bayern.de

Die „alte“ Homepage wird komplett überarbeitet und erneuert.

Das Marderhilfsnetz geht in Rente.

Nach 18 Jahren Marderhilfe übergebe ich alle wertvollen Erfahrungen und mein gesamtes Wissen an meine Kollegin Steffi Rieder.

Ein wenig im Hintergrund werde ich sicher noch aktiv sein. Und den ein oder anderen Notfallmarder werde ich sicher nicht im Stich lassen.

Alles Liebe Eure Karin

Kleine Übersicht von Fällen

Unsere Marderhelfer haben alle Hände voll zu tun. Fast alle Stationen in ganz Deutschland sind voll … und es nimmt kein Ende. Zum einen sind es die Marderbabys aber auch viele andere Marder-Notfälle und Marder-Unfalltiere.

Die Hotline glüht. An der Stelle mal ein besonderes Dankeschön an alle privaten Helfer, die rund um die Uhr die Zwerge versorgen.

Hier ein kleiner Ausschnitt der aktuellen Notfellchen:

Räude – Prinzessin „Piroska“

Gestern wurde uns ein Marderchen gemeldet, welches schwach und hungrig mit extrem schlechtem Fell an einem Wohnhaus das Igelfutter gefressen hat. Die liebe Finderin hat es geschafft das Marderchen einzufangen. Eine Übergabe fand auf halbem Weg statt und die zierliche Fähe (jung, abgemagert) kam in unsere Obhut. Die Fotos sprechen für sich ! Starke Räude (Sarkoptes-Milben). Sieht schlimm aus … ist eine langwierige Behandlung … aber nicht aussichtslos. Das zarte Wesen lässt sich die Badetortur gefallen und spielt gut mit. Zunächst, wird nur gebadet, die Krusten gelöst, der Allgemeinzustand verbessert und gutes Futter angeboten. Erst wenn sie Stabil ist, ist an ein Spot-On gegen Milben zu denken. Wir sind wie immer Zuversichtlich !!!

Saison beginnt – Wir brauchen Hilfe !

Eine neue Mardersaison beginnt. Auch uns haben die Corona-Maßnahmen stark getroffen. Die wenigen Helfer/Spender sind selbst von Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit finanziell eingeschränkt. Wir selbst finanzieren uns privat und stecken alles (Zeit und Geld) in unsere Marderhilfe.

Deshalb benötigen wir dringend eure Hilfe. Jede „noch so winzige Futterspende“ ist hilfreich. Gemeinsam sind wir Stark !!!!

Am einfachsten und schnellsten geht das über unsere amazon- Wunschliste. Dort findet ihr immer genau die Sachen, die wir gerade am dringendsten benötigen.

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Herzlichen Dank Euer Marderhilfsnetz – Team

Viele verletzte Jungmarder

Seit Wochen kommen immer wieder junge Marder zu uns. Oft abgemagert, verletzt und geschwächt landen sie in unseren Stationen. Leider können wir nicht alle retten – schwere Schädelhirntraumas durch Autounfall, gefolgt von Blutungen im Kopf oder Wirbelsäulenverletzungen. Da sind uns meist die Hände gebunden. Aber bei denen, die wir behandeln können sind dann die Chancen gut und wir arbeiten darauf hin sie wieder Gesund in die Natur zu entlassen.

Wir benötigen dringend Medikamente, Darmsanierung und Futter zum Aufbau der geschwächten Marder. Wer uns helfen möchte, kann das über verschiedene Möglichkeiten tun:

amazon Wunschzettel (unkomplizierter Versand von Dingen, die wir gerade benötigen)

Wildtierwaisen Schutz e.V. (Spendenquittung möglich, bitte immer angeben „Für das Marderhilfsnetz“)

Wildtierschutz Deutschland e.V. (bei der Projektauswahl einfach „Das Marderhilfsnetz“ auswählen)

Wir freuen uns über jede, noch so Kleine Zuwendung. Herzlichen Dank <3

Urmel der Unglückswurm

Urmel ist schon ziemlich lange bei mir. Von kleinen bis größeren Verletzungen hatte er bereits alles. Die Box (1qm) in der Pflegestation kennt er auch recht gut. Nun war es vor 2 Wochen endlich soweit und Urmel durfte mit seiner Gruppe in ein Waldgehege umziehen. Dort sollte die Gruppe noch eine Woche bleiben und dann in Soft-Release – Methode ausgewildert werden. Tja … denkste. Letzte Woche rief mich die dortige Pflegestelle an … ein Marder ist verletzt. Das Gesicht sei geschwollen. Einfangen war nicht möglich … musste auf den nächsten Tag verlegt werden. Die Hoffnung dass es wieder gut wäre (Wespenstich) war leider umsonst. Umso mehr erschrak ich, als ich Fotos bekam. Wir setzten uns umgehend ins Auto und holten den Kerl ab.

Daheim sah ich dann an der Latzzeichnung … es war Urmel …. der Unglückswurm … wer auch sonst. Die Bisswunde wurde ihm bei einer Rangelei ums Futter zugefügt. Das kann passieren ! Nachdem ich ihn zuhause versorgt habe, sah ich jedoch, dass es es garnicht sooo schlimm war. Das Auge ist unversehrt, die Wunde begann unwahrscheinlich schnell zu heilen. Das macht mich ein bischen Stolz, zeigt es doch dass meine Handaufzuchten ein tolles Immunsystem haben … also alles richtig gemacht (selbstlob stinkt).

Die Wunde konnte ich täglich gut behandeln, Urmel war gechillt und seine Hängematte in der Stationsbox kannte er ja auch schon. Urmel darf am Wochenende schon wieder zu seiner Gruppe. Die mussten inzwischen leider mit der Auswilderung noch warten. Ein bischen Solidarität darf schon sein.

„Urmel pass aber künftig bitte mehr auf …. ich kann dich künftig nicht immer retten wenn du Aua hast 🙂 „

Update zu Opa !

Update 05.09.2020: Opa geht es inzwischen wieder sehr gut. Auswilderungsfähig ist er leider nicht mehr. Aufgrund seines hohen Alters (Augen nicht mehr die besten, Gelenke, Geschicklichkeit beim Beutefang) wäre eine Auswilderung sein sicherer Tod. Opa sucht deshalb einen ruhigen, streßfreien Dauerplatz für seine verbleibende Rentenzeit. Er ist Anspruchslos, frisst ausschließlich Animonda und gelegentlich ein Ei. Ein Gehege von ca. 10 qm mit ein paar Kuschelhöhlen, Röhren und Ästen zum verstecken reicht ihm völlig. Im Winter eine isolierte Schlafbox oder ein trockenes Häuschen.

Er ist gesund und braucht keine Medikamente oder Pflege. Davon abgesehn ist er ein ruhiger alter Mann der nur seinen Frieden will.

Wer hat dich Möglichkeit Opa aufzunehmen ? Einfach Kontakt mit mir aufnehmen unter karin@marderhilfsnetz.de Selbstverständlich wird eine neues Zuhause von uns kontrolliert !

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