Resume 2017

So, es ist an der Zeit das Jahr Revue passieren zu lassen. Was mir spontan dazu einfällt: Puh … war das heftig !!!

So ein Jahr hatte ich persönlich noch nie. Insgesamt liefen 30 Marder über meine kleine Station. Ohne Futterspenden über amazon und Wildtierschutz Deutschland e.V. hätte ich es nicht stemmen können. Aber trotzdem war ich zeitweise körperlich und psychisch am Ende. Nochmal so ein Jahr schaffe ich nicht ! Ich kann und werde 2018 nicht mehr soviele Tiere aufnehmen. Eine Lösung findet sich immer. Es wird sicher kein Marder abgelehnt. Wir müssen nur besser verteilen. Die Finder müssen leider öfter mal ein paar km mehr fahren um den Findling in gute Hände zu geben.

Das Mardertelefon

Es stand in der Hauptsaison nicht still. Aber auch darüber hinaus suchten viele Hilfe zu verletzten Mauswieseln und Autounfall-Mardern. Sogar jetzt noch im November kommen mindestens 2 -3 Anrufe pro Woche. Meist geht es um Mauswiesel die von der Katze gebracht werden. Aber auch oft taumelnde Steinmarder im Garten (oft ist es nur iene Gehirnerschütterung die wir mit den Findern zusammen telefonisch gut hinbekommen – auch ohne Tierarzt).

Nun ja – deshalb habe ich beschlossen das Telefon nun das ganze Jahr an zu lassen. Ich kann es zwar nicht 24 Stunden bei mir tragen aber ich rufe zurück.

Besondere Fälle:

Merlin der Baummarder – hier mehr dazu:

Autounfall mit Folgen

und

Bein-OP geschafft

 

Nafi – das Steinmardermädchen das es eigentlich nicht geben dürfte.

Hier mehr dazu: Babyalarm,

Lustige Nafi,

Einzelkind Nafi

 

Schlimme Fälle:

Baby Pauline mit der großen Wunde über den ganzen Körper

Hier mehr dazu: Pauline 160 Gramm

Nur noch 3

Auswilderung der 3 letzten

 

Marderhilfsnetz – Oskar

Trotz der vielen schlimmen Fälle gibt es sie immer wieder: Die wundervollen Menschen die sich um so ein kleines Marderchen sorgen. Verdient hätten meinen symbolischen Oskar deshalb einige Menschen. Aber da war jemand der noch besonderer war. Hier die Geschichte dazu:

2. November 2017
Heute kam über das Notfalltelefon der Anruf der 14-jährigen Fabienne. Sie hat am Waldrand einen verletzten Marder gefunden. Ich habe schnell das wichtigste in Bewegung gesetzt und der Marder wird nun über den Retscheider Hof abgeholt und versorgt. Der Zustand scheint nicht sehr gut – aber da vertrauen wir auf die Erfahrung der Wildtierstation.
Bis alles geregelt war kam ich mit Fabienne ein bischen ins reden (WhattsApp). Sie war traurig über die Tatsache, dass mehrere Erwachsene vor ihr an dem Tierchen vorbei gelaufen sind und sich keiner drum gesorgt hat – obwohl sie es direkt gesehen haben. Soviel „Gleichgültigkeit“ in unserer Welt
Umso mehr freu ich mich über dieses junge Mädchen. Solchen Nachwuchs braucht die Welt ! Sie wollte einfach nur dass der Marder nicht leiden muss. Sie hat mit ihm gefühlt und alle Hebel in Bewegung gesetzt um etwas zu tun.
Als kleines Dankeschön nenne ich das erste Mardermädchen-Baby welches in der nächsten Saison zu mir kommt „Fabienne“.

– lichen Dank Fabienne

Ausklang:

Nun sind noch 4 Marder in meiner Obhut.

Die kleine Nafi: Sie muss noch warten bis die kommenden Marderkinder so weit sind um sie zu vergesellschaften. Wenn alles gut klappt wird sie ab Juli 2017 mit einer kleinen Gruppe ausgewildert.

Merlin: Er muss noch etwas Reha erdulden. Sein Knochen ist noch nicht so 100 % stabil. Wenn das Wetter mitspielt und der Dezember etwas mild ist, kann er aber noch dieses Jahr in die Freiheit.

Alma das Räudemädel: Sie drängt es schon sehr in die Freiheit. Aber ihr Fell ist nach der schlimmen Milbenattacke noch nciht warm genug um einen harten winter zu überstehen. Aber ich muss einfach täglich neu entscheiden und abwägen wann die Gefahngenschaft für sie gefährlich wird.

Mabu: Meine einäugige, süße Rotznase. Sie hat chronische Probleme aufgrund der Bissverletzungen von 2016. Sie ist ein Dauerpatient und bleibt !

Nun lassen wir das Jahr ausklingen und hoffen wie immer auf eine ruhige Saison im nächsten Jahr.

 

Einen passenden Glücksstein dazu hab ich schon gefunden (und sofort gekauft).

Seht mal genau hin.

Liebe Grüße

Eure Karin