Jani auf Abwegen

Heute kam der stattliche Marderrüde „Jani“ zu uns. Er wurde direkt an einer Straße sitzend gefunden und lies sich ohne Gegenwehr ins Auto verfrachten. Die Finderin überlegte nicht lange und packte das offensichtlich hilfsbedürftige Tier am Schwanz – und ab damit in den Kofferraum. Die Dame hat Courage, zumal der Marder ein ziemlich großer Bursche ist.

Die erste Untersuchung ergab folgendes: Er hat keine offenen Verletzungen. Zähne, Fell und Ohren deuten darauf hin, dass er nicht mehr ganz der Jüngste ist 🙂 Ein Eckzahn fehlt, weitere kleine Zähnchen sind auch schon länger verschwunden. Aber nicht erst seit heute. Die Ohren sind von älteren Kampfspuren lediert und die ruppigen Fußballen deuten auf weite Wege die er schon zurückgelegt hat. Ich würde ihn auf 3 bis 5 Jahre schätzen.

Aber was fehlt ihm den nun ? Meine Erfahrung und Beobachtung seiner Bewegungen sagt: „Brummschädel und Muskelkater“ 🙂 Vermutlich leicht von einem Auto geschubst worden. Das kriegen wir wieder hin. Jani ist jedoch aus Unterhaching und hat dort sicher auch ein Revier. Sobald er wieder Fit ist, darf er dorthin zurück.

Eine Hängematte ist bequem und wird vorallem von Unfallmardern sehr gerne genutzt. Da drück nichts und man liegt weich.

Dass er durchaus nicht zu unterschätzen ist, hat er mir nach dem 3. Foto gezeigt. Ich hab jetzt Ohrensausen 🙂 Boah hat der mich angeschrien. Ich fürchte zu lange will der Herr nicht hier bleiben. Nun schläft er erstmal. Morgen ist auch noch ein Tag.