Urmel der Unglückswurm

Urmel ist schon ziemlich lange bei mir. Von kleinen bis größeren Verletzungen hatte er bereits alles. Die Box (1qm) in der Pflegestation kennt er auch recht gut. Nun war es vor 2 Wochen endlich soweit und Urmel durfte mit seiner Gruppe in ein Waldgehege umziehen. Dort sollte die Gruppe noch eine Woche bleiben und dann in Soft-Release – Methode ausgewildert werden. Tja … denkste. Letzte Woche rief mich die dortige Pflegestelle an … ein Marder ist verletzt. Das Gesicht sei geschwollen. Einfangen war nicht möglich … musste auf den nächsten Tag verlegt werden. Die Hoffnung dass es wieder gut wäre (Wespenstich) war leider umsonst. Umso mehr erschrak ich, als ich Fotos bekam. Wir setzten uns umgehend ins Auto und holten den Kerl ab.

Daheim sah ich dann an der Latzzeichnung … es war Urmel …. der Unglückswurm … wer auch sonst. Die Bisswunde wurde ihm bei einer Rangelei ums Futter zugefügt. Das kann passieren ! Nachdem ich ihn zuhause versorgt habe, sah ich jedoch, dass es es garnicht sooo schlimm war. Das Auge ist unversehrt, die Wunde begann unwahrscheinlich schnell zu heilen. Das macht mich ein bischen Stolz, zeigt es doch dass meine Handaufzuchten ein tolles Immunsystem haben … also alles richtig gemacht (selbstlob stinkt).

Die Wunde konnte ich täglich gut behandeln, Urmel war gechillt und seine Hängematte in der Stationsbox kannte er ja auch schon. Urmel darf am Wochenende schon wieder zu seiner Gruppe. Die mussten inzwischen leider mit der Auswilderung noch warten. Ein bischen Solidarität darf schon sein.

„Urmel pass aber künftig bitte mehr auf …. ich kann dich künftig nicht immer retten wenn du Aua hast 🙂 „